Besuch bei Heidi und Ben


Dieses Wochenende war ich bei Heidi und Ben zum Barbecue eingeladen. Heidi ist die Cousine von meinem Onkel Martin und Ben ihr Mann. Seit vier Monaten wohnen sie an einem neuen Ort. Auf ihrem Grundstück findet man alles was das Herz begehrt (zumindest mein Herz): mehrere Duzend Hektare Wald, (Gemüse-) Garten, ein grosses Haus, eine Werkstatt, verschiedenste Gerätschaften und Fahrzeuge, Tiere und sogar eine mobile Säge. Diese hat mir Ben sehr gerne mit einem kleinen Stämmli aus seinem Wald demonstriert. Ausserdem durfte ich beim Barbecue in den Genuss von Burgern aus selbst gejagtem Fleisch kommen. Das Déjeuner am nächsten Morgen war nicht weniger gut – aber seeehr viel süsser. Das in Ei angebratene Brot und die Beeren mussten triefen vom Ahornsirup!
Für alle aufmerksamen Sprachkennerinnen und Sprachkenner: In Québec wird dem Morgenessen tatsächlich Déjeuner gesagt. Anschliessend kommt um 12.00 Uhr das Diner und spätestens um 18.00 Uhr das Souper. Die Franzosen haben für die Ausdrücke und vor allem für die Zeiten des Souper kein Verständnis.

Die Säge war noch im Zustand der Überwinterung.

Das Erholungsgrundstück von Bens Bruder. Ein kleines Paradies direkt an einem See – selbstverständlich mit Privatsteg.

Mit dem Bau des Chalets haben sie diese Woche begonnen. Vorher haben sie in dem kleinen Hüttli in Grau übernachtet (Bild oberhalb).

Heidis und Bens Nachbarn leben mit ihren zwei jungen Söhnen fast komplett autark. Die einzigen Lebensmittel, welche sie nicht selbst produzieren sind Mehl, Salz und Zucker. Für letzteres steht jedoch ein Projekt im eigenen Wald an: Ahornsirup!
Sie leben in einem wunderschönen Blockhaus, das einst ein Franzose bauen hat lassen. Deshalb ist es sehr europäisch eingerichtet und hat europäische Tür- und Fensterbeschläge eingebaut.

Das Wohnzimmer von innen. Dies ist übrigens das erste bewohnte Blockhaus aus ganzen Holzstämmen, welches ich gesehen habe. Entgegen unserer Erwartungen leben die Menschen hier sehr oft in Häusern, welche viel mehr an amerikanische Bauweisen erinnern: dünne Querschnitte, kleine Rasterabstände.

Keine Angst die Pferde und die Kuh haben einen Namen. Dies bedeutet, dass sie nicht gegessen werden. Jedoch werden die Pferde geritten und das grösste wird als Rückepferd eingesetzt.


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